Es muss auf eine saubere und fettfreie Oberfläche geachtet werden.
Eisen und Stahl muss zunder- und rostfrei sein.
geeignete Vorbereitungen in Abhängigkeit vom Untergrund sind:
strahlen, anschleifen und entfetten wässrige oder alkalische Entfettung chemische Vorbehandlung (phosphatieren) gestrahlte Oberflächen mit Druckluft abpusten
Spritzraum
für ausreichende Be- und Entlüftung sorgen, damit die Luftfeuchtigkeit nicht durch verdunstendes Wasser ansteigt
der Einsatz einer Luftbefeuchtung zur Vermeidung einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit ist sinnvoll
eine leichte Luftbewegung beschleunigt die Trocknung
Trockenabsaugungen sind geeignet
bei wasserberieselten Spritzständen beachten: Das Koagulierungsmittel muss auf den Wasserlack abgestimmt sein, eine eventuell verstärkte Schaumbildung ist zu beachten.
Applikationsgeräte
Lackführende Teile dürfen keine Korrosion bilden. Ausführungen, bei denen zwei unterschiedliche Metalle aufeinander stoßen, müssen vermieden werden, da elektrochemische Vorgänge zur Zerstörung führen können. Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich der Wasserlack koaguliert. Vor einer Inbetriebnahme sollten alle Anlagenteile frei von Fetten und anderen Verschmutzungen sein.
Bei elektrostatischer Verarbeitung ist auf ein isoliertes Aufstellen der Lackversorgung zu achten.
Die Lackleitungen der gesamten Anlage müssen bei elektrostatischer Verarbeitung einwandfrei isoliert sein.
Die Reinigung der Spritzgeräte erfolgt grundsätzlich mit Wasser. Es kann erforderlich sein, Versorgungsleitungen gelegentlich mit anderen Reinigern zu spülen.
Verarbeitung von wasserverdünnbaren und lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffen im Wechsel
Beim wechselseitigen Einsatz von wasserverdünnbaren und lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffen muss eine gegenseitige Kontaminierung vermieden werden, da es ansonsten zu Filmstörungen wie Glanzabfall, Stippen oder Krater kommen kann. Auch sind Viskositätsänderungen (Eindicken) möglich. Daher müssen die Applikationsanlagen sorgfältig gereinigt werden.
Hartes, kalkhaltiges Wasser kann zu Ausfällerscheinungen des Wasserlackes führen.
Bei Umstellung von Lösemittel- auf Wasserlack sollen die Leitungen in folgender Reihenfolge 3stufig gespült werden:
mit einem empfohlenen Lösemittel
mit einem wässrigen Reiniger
mit Wasser (besser: demineralisiertes Wasser
Bei Umstellung von Wasserlack auf Lösemittellack sollte in umgekehrter Reihenfolge verfahren werden.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Verarbeitungs- und Trocknungstemperatur mindestens +15 °C und nicht über +30 °C, deutlich verlangsamte Trocknung bei unter +15 °C, keine Verfilmung unter +5 °C
Objekttemperatur bei Verarbeitung mindestens 3 °C über dem Taupunkt
Materialtemperatur bei Verarbeitung mindestens +15 °C
relative Luftfeuchtigkeit: unter 30 % und über 70 % relative Luftfeuchtigkeit kann bei der Verarbeitung besondere Maßnahmen erforderlich machen
Ablüften/Trocknen
Temperatur: möglichst 18 bis max. 30 °C
Luftfeuchtigkeit: 30 bis 70 %
Luftwechsel: mindestens dreifaches Raumvolumen pro Stunde
für forcierte Trocknung Ablüftzeit einhalten
eine Umluftsteuerung ist sowohl bei forcierter Trocknung wie auch beim Einbrennen notwendig
für forcierte Trocknung Temperaturen gemäß Empfehlung des Technischen Merkblattes beachten
beim Einbrennen nicht direkt in den heißen Ofen fahren, sondern Ablüftzeit einhalten; mögliche Temperaturen dem Technischen Merkblatt entnehmen
2K-Systeme
Stammkomponente und Härter mit einem automatischen Rührwerk über einen Zeitraum von 3 Minuten sorgfältig vermischen.
Eine Verarbeitung über eine 2K-Anlage ist bei Zweikomponentensystemen anzuraten, da das Ende der Verarbeitungszeit nicht durch eine Viskositätserhöhung erkennbar ist.
mögliche auftretende Mängel bei 2K-Lacken mit überschrittener Verarbeitungszeit sind Verschlechterung der Haftung und des Korrosionsschutzes bei 2K-EP-Grundierungen sowie Glanzverlust und Blasenbildung bei 2K-Aqua-Decklacken auf PU-Basis
Entsorgung
Lackreste wie auch Schmutzwasser aus Gerätereinigung müssen dem Sondermüll zugeführt werden.
Auftragsverfahren/Verarbeitungsviskosität
Diese Angaben sind den Technischen Merkblättern des Herstellers zu entnehmen.
Arbeitssicherheit
Diese Angaben sind den Sicherheitsdatenblättern des Herstellers zu entnehmen.