September 2019 : TECHNISCHE INFORMATION NR. 12

In der TECHNISCHEN INFORMATION Nr. 12 informieren wir darüber, wie bei Wasserlacken optimale Oberflächen durch richtige Trocknung erreicht werden können.

Bei jedem wässrigen Lack muss das Wasser, welches eher langsam verdunstet, aus der Lackschicht transportiert werden.
Üblicherweise sind die Trockenzeiten deshalb länger als bei den bekannten Lacken auf Lösemittelbasis.
Die relative Luftfeuchtigkeit sollte beim Verarbeiten und bei der Trocknung zwischen 40 und 70 % liegen.

Für die Lackierung ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit sehr negativ, da die Umgebungsluft bereits mit Wasser gesättigt ist und
somit das Wasser aus dem Lack kaum noch entweichen kann.
Durch zusätzliches Temperieren des Lackierraumes ( auch im Sommer) kann die Luftfeuchtigkeit  reduziert
und dadurch die Trocknung begünstigt werden. Wichtig sind außerdem eine gute Luftbewegung und ein Luftaustausch,
damit die feuchte Luft durch trockenere ersetzt wird.

Zum Entfeuchten der Luft können auch elektrische Luftentfeuchter eingesetzt werden,
die dann zu einer schnelleren Trocknung und Durchhärtung der Lackschicht führen.
Zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit empfiehlt sich der Einsatz eines Hygrometers.
Die Trockenzeiten sind ebenfalls stark von der jeweiligen Schichtdicke abhängig.

Die optimale Lackiertemperatur für wasserbasierte Lacke liegt ca. bei 18 bis 25 °C.
Eine Mindesttemperatur von 15 °C sollte nicht unterschritten werden.
Diese Angabe gilt für das komplette Umfeld wie Lackierkabine, Lackmaterial, Werkstück und Trockenraum.
Eine Unterschreitung der Temperatur kann  gravierende Folgen für die Oberfläche haben.
Der Lackfilm kann sich dadurch nicht richtig "entwickeln", sodass beispielsweise eine narbige Oberfläche zurückbleibt,
die außerdem eine schlechte mechanische und chemische Beständigkeit aufweisen kann.